SchülerInnen lernen mit Risiken umzugehen

Das Institut für Suchtprävention der Stadt Wien und die Freiraum GmbH bieten mit den erlebnispädagogischen Programmen „GrenzGang“ und „Achterbahn“ ein- oder mehrtägige suchtpräventive Outdoor-Workshops für Wiener Schulklassen an. Die Wiener Stadträtin für Soziales, Gesundheit und Frauen, Sandra Frauenberger, besuchte die Klasse 4D des Amerlinggymnasiums bei deren Outdoor-Tag im Grünen Prater.

Erlebnispädagogik und Suchtprävention

Rebellion, Ausprobieren und der Umgang mit Risiken haben für junge Menschen auf dem Weg zum Erwachsensein eine wichtige Funktion. Aus entwicklungspsychologischer Sicht sind die Suche nach Anerkennung, die Lust auf Abenteuer und das Ausloten von Grenzen normale Bedürfnisse. Damit können aber auch Risikosituationen und negative Folgen wie zum Beispiel Verletzungen, gefährliche Mutproben, übermäßiger Alkoholkonsum oder das Probieren gesetzlich verbotener Substanzen einher gehen.

StRin Sandra Frauenberger und der Koordinator für Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien Michael Dressel mit SchülerInnen der 4D des Amerlinggymnasium bei einer Übung. (c) Alexandra Kromus / PID
StRin Sandra Frauenberger und der Koordinator für Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien Michael Dressel mit SchülerInnen der 4D des Amerlinggymnasium bei einer Übung. (c) Alexandra Kromus / PID

Erlebnispädagogische Übungen fördern das Wahrnehmen und Beurteilen von riskanten Situationen. Durch spannende Herausforderungen lassen sich die Jugendlichen auf Neues und Unvorhersehbares ein und erweitern dadurch spielerisch ihren Erfahrungsschatz. Lebenskompetenzen werden gefördert, wie zum Beispiel mit Gruppendruck umzugehen – auch in Bezug auf den Konsum von Alkohol und Zigaretten – und den Selbstwert zu stärken.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Risiko hilft jungen Menschen – auch im Kontext mit Suchtmitteln –, selbst zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen. Zeitgemäße Suchtprävention informiert sachlich, klärt auf und arbeitet nicht mit Abschreckung oder Verboten.

„Mit ‚Achterbahn‘ und ‚GrenzGang‘ stellt die Stadt Wien Angebote zur Verfügung, mit denen die Risikokompetenz von SchülerInnen gefördert wird. Das ist eine wichtige Grundlage um später mit gefährlichen Situationen oder riskanten Substanzen verantwortungsvoll umgehen zu können“, betont Frauenberger.

Die Outdoor-Angebote richten sich an LehrerInnen,

  • die die Lebenskompetenzen Ihrer SchülerInnen stärken wollen,
  • die Ihren SchülerInnen die Auseinandersetzung mit den Themen Suchtmittelkonsum ermöglichen wollen,
  • die einen Bedarf an Reflexion über Risiken, zum Beispiel von Alkohol, sehen,
  • die mit SchülerInnen Suchtprävention interaktiv und dem Alter entsprechend umsetzen wollen,
  • die Unterstützung von externen ExpertInnen in Anspruch nehmen wollen.

Achterbahn ist auf SchülerInnen von der 6. bis zur 8. Schulstufe ausgerichtet, Grenzgang auf SchülerInnen von der 8. bis zur 13. Schulstufe.

Die Ziele der Outdoor-Angebote sind es,

  • die Risikokompetenz mit dem Fokus Suchtprävention zu unterstützen,
  • die Persönlichkeitsentwicklung bei den SchülerInnen zu fördern,
  • auf das Bedürfnis der Jugendlichen nach Abenteuer und Grenzerfahrungen einzugehen,
  • den Zusammenhalt in der Klasse zu stärken.

Anmeldung und weitere Informationen:

Freiraum GmbH
Mag.a Johanna Etz
Projektbetreuerin GrenzGang
johannaetz@hotmail.com
http://www.dieprojektwoche.at