Tagung: Suchtmittel am Arbeitsplatz – eine Herausforderung für Betriebe

Mit der Tagung „Suchtmittel am Arbeitsplatz – eine Herausforderung für Betriebe“ am 16.11.2017 legte das Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien das Augenmerk auf die Gesundheit am Arbeitsplatz. Denn Alkohol und andere Suchtmittel können jeden Betrieb betreffen – ganz unabhängig von der Größe oder der Branche.

Betriebliche Suchtprävention ist eine Investition in die Gesundheit der Beschäftigten: Krankenstandstage, Fehlzeiten, Leistungsausfälle und Unfälle verringern sich durch präventive Maßnahmen. Es lohnt sich also auch für die Unternehmen, das Thema aufzugreifen und Maßnahmen zu setzen.

Gerade in Betrieben bestehe die große Chance, Betroffene frühzeitig zu erreichen, betonte der Koordinator für Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, Michael Dressel, in seiner Eröffnungsrede. Er verwies zudem auf die umfangreichen Aktivitäten der Stadt Wien und ihrer KooperationspartnerInnen, sowohl im Bereich der Suchtprävention als auch in der Behandlung von Suchterkrankungen, bei der es mittlerweile zahlreiche ambulante Angebote gibt, die sich mit einer Berufstätigkeit gut vereinbaren lassen.

Die Wiener Stadträtin für Soziales Gesundheit und Frauen, Sandra Frauenberger, bedankte sich in ihrer Begrüßungsrede bei den anwesenden Führungskräften, BetriebsrätInnen und Sicherheits- bzw. Gesundheitsbeauftragten aus zahlreichen Wiener Betrieben für deren Bereitschaft, sich mit diesem oft schwierigen Thema zu beschäftigen. Sie wies dabei insbesondere auf die hohe Prävalenz von Alkoholabhängigkeit in der Gesellschaft hin, allein in Wien geht man von 35.000-75.000 alkoholkranken Menschen aus. Daher ist es besonders erfreulich, dass Wien mit dem Projekt „Alkohol. Leben können“ eine Vorreiterrolle einnimmt, um diesem Problem zu begegnen, so Frauenberger

Im Rahmen der Tagung berichteten anschließend renommierte ExpertInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz über aktuelle Standards, stellten Programme und Projekte in Betrieben vor und luden zur Diskussion ein.

Abschließend bedankte sich die stellvertretende Leiterin des Instituts für Suchtprävention, Doris Malischnig, bei den über 130 TeilnehmerInnen für den intensiven, spannenden Austausch.

Tagungsfolder mit Programm (PDF)

Projekt „Alkohol. Leben können“: www.alkohol.at