Frauenberger/Dressel: Rauchfreie Gastronomie einzig sinnvolle Regelung

„Erhebungen zeigen, dass NichtraucherInnenbereiche in RaucherInnenlokalen im Vergleich zu komplett rauchfreien Betrieben noch immer eine viermal so hohe Schadstoffbelastung aufweisen. Daher ist es für mich nicht nachvollziehbar, warum allen medizinischen Argumenten zum Trotz die Gesundheit der Angestellten und Gäste in der Gastronomie aufs Spiel gesetzt wird. Die 2015 unter Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser ausgehandelte Regelung zur rauchfreien Gastronomie wurde mit breiter Mehrheit beschlossen und gab den Betrieben ausreichend Zeit, sich auf die neue Gesetzeslage einzustellen“, betont die Wiener Stadträtin für Soziales, Gesundheit und Frauen, Sandra Frauenberger zum gestern eingebrachten Initiativantrag im Nationalrat. Der große Zulauf für das Volksbegehren der Österreichischen Krebshilfe und der Wiener Ärztekammer zeige zudem, wie wichtig den Östereicherinnen und Österreichern der Schutz ihrer Gesundheit sei.

Michael Dressel, Koordinator für Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, kritisiert, dass seitens der Bundesregierung versucht wird, die Einschränkungen beim Schutz der NichtraucherInnen mit einem vermeintlich verbesserten Jugendschutz zu argumentieren:
„Präventionsmaßnahmen, die sich nur an Kinder und Jugendliche richten, sind weitgehend unwirksam und unglaubwürdig. In der Prävention ist die Vorbildwirkung der Erwachsenen entscheidend. Da viele Jugendliche beim Fortgehen mit dem Rauchen beginnen, erschweren rauchfreie Lokale zudem den Rauchbeginn. Und sie erleichtern es all jenen, die mit dem Rauchen aufhören wollen.“

„Wir appellieren an die Nationalratsabgeordneten Verantwortung für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung zu übernehmen und den geplanten Rückschritt abzulehnen“, so Frauenberger und Dressel abschließend.