Allgemeines
Auch bekannt als Speed sind Amphetamine und Methampehtamine psychoaktive Substanzen, die die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden steigern. Ursprünglich als Heilmittel frei zugänglich wurden die Herstellung, Abgabe und Verwendung von Amphetaminen aufgrund der unerwünschten gesundheitlichen und psychosozialen Folgen seit einigen Jahrzehnten der Kontrolle der internationalen und jeweiligen Suchtmittelgesetzgebung unterstellt.

Wirkung
Amphetamine bzw. Methamphetamine gibt es in Tabletten-, Pulver- und kristalliner Form. Sie werden inhaliert bzw. oral oder intraventös konsumiert. Die höchste Konzentration des Wirkstoffes findet sich in Niere, Lunge, Leber und im Gehirn. Die körperlichen und psychischen Wirkungen reichen von der Unterdrückung des Müdigkeitsgefühls bis zur (subjektiven) Erhöhung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Die Substanz wird nach etwa sechs bis 32 Stunden wieder aus dem Körper ausgeschieden.

Risiken
Amphetamine aktivieren das Herz-Kreislauf-System. Bereits bei geringem Konsum steigen der Puls und die Herzfrequenz an, was zu Herzrasen, Bluthochdruck, Schlaganfällen und Kollapszuständen führen kann. Die Einnahme von Amphetamin zur Gewichtsreduktion kann bedrohliche körperliche Nebenwirkungen (Blutdruckschwankungen, Lungenhochdruck) haben. Bei länger dauernden Amphetamingebrauch besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit. Der Gewöhnungseffekt tritt bereits nach einer bis vier Wochen des Konsums ein. Die Daueranwendung kann zu paradoxen Wirkungen und Nebenwirkungen führen. Häufig sind nach Langzeitgebrauch Konzentrationsstörungen, Hektik, Realitätsverlust, Persönlichkeitsveränderungen, Deliriumszustände und Halluzinationen festgestellt worden.

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Allgemeines
Um Nervosität, Ängste und Schlaflosigkeit zu lindern, kommen einerseits pflanzliche Substanzen aus Baldrian, Hopfen oder Passionsblume zum Einsatz. Andererseits werden Sustanzen auf Benzodiazepine-Basis verschrieben. Benzodiazepine sind chemisch aufgebaute Wirkstoffe, die als Entspannungs- und Beruhigungsmittel (Tranquilizer) oder als Schlafmittel (Hypnotika) eingesetzt werden. In Österreich sind Benzodiazepine, Barbiturate und einige andere Schlaf- und Beruhigungsmittel aufgrund ihrer psychotropen Wirkstoffe rezeptpflichtig.

Wirkung
Benzodiazepine und ähnliche Stoffe wirken durch die Hemmung der Reizübertragung im Prozess der Neurotransmission. Abhängig von Substanz, Dosis und Wirkdauer sind sie angstlösend, schlaffördernd, beruhigend und muskelentspannend. Benzodiazepine werden in kurzfristig wirkende (weniger als sechs Stunden); mittelfristig wirkende (sechs bis 24 Stunden) und langfristig wirkende (mehr als 24 Stunden) eingeteilt.

Risiken
Grundsätzlich gilt kein Arzneimittel ist frei von Nebenwirkungen. Die Einnahme von Benzodiazepinen über einen längeren Zeitraum führt zu emotionalen Desinteresse, Gereiztheit, schnellere Erschöpfbarkeit, etc. und vor allem bei höheren Dosen zu Gedächntnisstörungen, verminderte Aufmerksamkeit und Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit. Zudem besteht das Risiko einer Abhängigkeit.

Wann ist es Sucht?
Arzneimittelmissbrauch liegt vor, wenn eine höhere als die verordnete Dosis über eine längere Zeit als notwendig konsumiert wird oder wenn Arzneimittel ohne medizinische Notwendigkeit eingenommen werden. Dieser missbräuchliche Konsum kann in einer Arzneimittelabhängigkeit enden. Die Abhängigkeit kennzeichnen Kontrollverlust über den Arzneimittelgebrauch und Entzugssymptome. Bei der Abhängigkeit von Benzodiazepinen wird von der Hochdosis- und Niedrigdosisabhängigkeit unterschieden. Erstere prägt eine Toleranzentwicklung mit Dosierungssteigerung; letztere kommt weitaus häufiger vor und entsteht bei einer langfristigen Einnahme der empfohlenen therapeutischen Dosierung.

Wo kann ich mich hinwenden?

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Allgemeines
Alkohol gehört in Österreich und Deutschland zum gesellschaftlichen Alltag und ist Teil unserer Kultur. Die Grenzen zwischen Genuss, schädlichem Gebrauch und Abhängigkeit sind fließend und oftmals nur schwer wahrnehmbar. Es ist daher wichtig, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu fördern, um schwerwiegende Folgen für die Betroffenen sowie für unsere Gesellschaft zu verhindern.

 

Wirkung
Alkohols wird über den Magen und den Dünndarm aufgenommen. Über den Blutkreislauf erreicht Alkohol alle Organe des Körpers, und rund 90 Prozent des konsumierten Alkohols gelangen durch die Blut-Hirn-Schranke in das Gehirn. 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme erreicht der Alkoholspiegel im Blut seine höchste Konzentration. Die genaue Höhe des Blutalkoholspiegels ist abhängig von der konsumierten Menge des „reinen Alkohols“, von der Aufnahmegeschwindigkeit des Darms und Magens, dem Körpergewicht, dem Geschlecht und der individuell unterschiedlichen Geschwindigkeit des Alkoholabbaus. Im Gehirn bewirken geringe Alkoholmengen eine Stimulierung einiger Nervenzellen und eine Aktivitätsunterdrückung vieler anderer Nervenzellen. Größere Mengen Alkohol wirken nur noch dämpfend. Im Durchschnitt werden im Körper pro Stunde 0,15 Promille Alkohol abgebaut. Es dauert daher rund eine Stunde bis eine Alkoholmenge von zwei Zentiliter 40%igem Schnaps, 0,1 Liter Wein oder 0,2 Liter Bier abgebaut sind.
 

Risiken
Geringe Mengen Alkohol können gesundheitlich förderlich sein. Mehrjähriger, regelmäßiger, intensiver Alkoholkonsum jedoch führt zu schwerer psychischer und physischer Abhängigkeit. In Österreich leiden über 300.000 Menschen an Alkoholismus.

Zerstörungen und Rückbildungen von Gehirnnervenzellen können bei Personen mit intensivem Alkoholkonsum beobachtet werden. Dieser Nervenzellenabbau ist um so stärker, je mehr Alkohol pro Gelegenheit konsumiert wird. Demnach ist es schädlicher, an einem Abend fünf Gläser Bier zu trinken, als an fünf Tagen in Folge je ein Glas Bier zu konsumieren. Von der Zerstörung sind vor allem Gehirnteile, die für unser Bewusstsein und viele Denkleistungen hauptverantwortlich sind, betroffen. Diese Veränderungen spiegeln sich in vielen beobachtbaren Bereichen wieder: Betroffene sind deutlich schlechter beim Einprägen und Merken neuer Erlebnisse, beim abstrakten Denken, beim Problemlösen und in den Bereichen Aufmerksamkeit und Konzentration. Da diese schlechteren Leistungen noch nach jahrelanger Abstinenz festgestellt werden können, scheint es sich um bleibende, vermutlich irreversible Schäden zu handeln.

Langjähriger intensiver Alkoholkonsum führt zu psychischer und körperlicher Abhängigkeit. AlkoholikerInnen haben ihren Alkoholkonsum nicht mehr unter Kontrolle und nach einigen Stunden der Nüchternheit leiden Betroffene unter Entzugserscheinungen wie starkes Körperschütteln (Tremor), Schlafstörungen und in extremen Fällen an Wahnvorstellungen mit großer Ängstlichkeit, Halluzinationen und epileptischen Anfällen. Häufig entwickeln sich bei Betroffenen Herzmuskelerkrankungen, Leberschwellungen, Leberverfettungen bis hin zur Leberzirrhose, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, des Darms und des Magens. Im sozialen Bereich kann chronischer Alkoholkonsum und die daraus folgenden Persönlichkeitsveränderungen zu Familienproblemen, schlecht kontrollierbarer Aggressivität und zu Problemen an Arbeitsplatz und Schule führen.

 

Wann ist es Sucht?
 Das individuelle Risiko ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie etwa einer genetischen Disposition oder zusätzlichen Risikofaktoren. Der Grenzwert zwischen „risikoarmem Alkoholkonsum“ und „riskantem Alkoholkonsum“ ist in Österreich bei 24 Gramm reinen Alkohol pro Tag für Männer (z. B. 0,6 Liter Bier bzw. 0,3 Liter Wein) und 16 Gramm reinen Alkohol pro Tag bei Frauen (0,4 Liter Bier bzw. 0,2 Liter Wein) angesiedelt. Der
Begriff „risikoarmer Alkoholkonsum“ macht deutlich, dass es einen risikolosen Alkoholkonsum nicht gibt.

Wo kann ich mich hinwenden?
checkit! Beratungen: www.checkyourdrugs.at

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