Siehe Amphetamine und Methamphetamine

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Allgemeines
Cannabis ist als Heil-, Kult- und Rauschmittel unter anderem in Vorderasien seit Tausenden von Jahren bekannt. Auch in Österreich haben der Anbau und die Verwendung von Hanfprodukten eine lange Tradition. Nicht allein wegen der psychoaktiven Wirkung, sondern auch aufgrund der Konkurrenz der neuen Produkte synthetisch hergestellten Produkte verlor Cannabis an Bedeutung. Im österreichischen Suchtmittelgesetz wird Cannabis als gesetzlich verbotener Suchtstoff ausgewiesen. Demnach sind der Anbau, Besitz, Handel und Weitergabe von Cannabis strafbar.

Wirkung
Abhängig von der Menge, Konsumart, Cannabiserfahrung, Persönlichkeit, momentaner psychischer Verfassung und Konsumsituation können verschiedene Drogeneffekte sowohl neben- als auch nacheinander auftreten. Wird Cannabis gegessen, wird sein Inhaltsstoff THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) im Magen und oberen Darmbereich aufgenommen und mit dem Blut in die Leber und ins Gehirn transportiert. Beim Rauchen und Inhalieren gelangt THC über die Kapillaren der Lungenoberfläche ins Blut und ins Gehirn. Die Wirkung tritt beim Rauchen nach zehn Minuten ein und die psychoaktive Wirkung dauert zwei bis vier Stunden. Die Wirkungen können mehr oder weniger intensiv und eher als angenehm oder unangenehm empfunden werden.

Risiken
Die gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums werden durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst: Drogenqualität, Dosierung, Häufigkeit und Gebrauchsdauer, Gesundheitszustand, Vorschädigungen, psychische Veranlagung und Konsumbedingungen.Die Risiken für Körper und Psyche reichen von Krebserkrankungen der Atemwege über ein erhöhtes Risiko für schizophrene Erkrankungen bis zu Unfruchtbarkeit.

Wann ist es Sucht?
Cannabis ist keine Einstiegsdroge. Wie bei zahlreichen Drogen kann sich auch bei häufigem Cannabisgebrauch eine körperliche Abhängigkeit entwicklen. Insbesondere bei regelmäßigem Konsum und schlechter psychischer Befindlichkeit besteht die Gefahr, dass Cannabiskonsum zur problemorienteirten „Selbstmedikation“ und damit zum ständigen Begleiter, zur Fluchtmöglihckeit und zum scheinbaren Problemlöser wird.

Wo kann ich mich hinwenden?
checkit! Drogenberatung: www.checkyourdrugs.at

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