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Gemeinsam stark werden - Das Lebenskompetenzprogramm für die Volksschule

Gemeinsam stark werden ist ein Unterrichtsprogramm zur psychosozialen Gesundheitsförderung für den Einsatz an Volksschulen in Wien und ganz Österreich.
Es umfasst eine Fortbildung für Lehrpersonen (24 UE) sowie hochwertige Unterrichtsmaterialien für die 1. bis 4. Schulstufe.

Im Mittelpunkt von Gemeinsam stark werden steht die Stärkung von Lebenskompetenzen, die eine Voraussetzung für ein gesundes, selbst bestimmtes und erfülltes Leben darstellen. Persönlichkeitsentwicklung und Resilienzförderung der Kinder sind wesentliche Elemente des Unterrichtsprogramms.

Diese Fortbildung für Lehrpersonen wird für Wien vom Institut für Suchtprävention in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Wien angeboten und finanziert. Sie umfasst wissenschaftliche Aspekte und Theorien der Persönlichkeitsbildung, Lebenskompetenzförderung, Reflexion und Beziehungsgestaltung sowie ein Kennenlernen und Ausprobieren der Gemeinsam stark werden-Unterrichtsmaterialien. Die mehrtägige Schulung ist um ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis bemüht.

Ziel von Gemeinsam stark werden ist eine günstige Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit der Kinder, welche Teil der Förderung der Lebenskompetenzen ist. Eine besonderes Augenmerk wird bei Gemeinsam stark werden durch verschiedene Reflexionsaufgaben auf die Vorbildrolle des*der Lehrer*in  gelegt.

Ein Klima des Vertrauens, der Zuneigung, der Anerkennung und Offenheit begünstigt soziale Verhaltensformen der Kinder. Die Volksschule muss dem Kind Raum und Schutz gewähren, damit es Selbstwertgefühl entwickeln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufbauen kann. Das ist wesentlicher Teil der existentiellen Pädagogik, die in der Fortbildung vermittelt wird. Ausgehend von den individuellen Voraussetzungen der einzelnen Schüler*innen, wird mit Gemeinsam stark werden die Aufgabe der Volksschule unterstützt, die Entfaltung und Förderung der Lernfreude, der Fähigkeiten, Interessen und Neigungen zu erfüllen und die Entwicklung des Vertrauens der Schüler*innen in die eigene Leistungsfähigkeit zu stärken.

"Gemeinsam stark werden" unterstützt Lehrpersonen in ihrer Aufgabe, Kinder Schritt für Schritt in ein gesundes und eigenverantwortliches Leben zu begleiten. Durch die Umsetzung des Programms von der ersten bis zur vierten Schulstufe werden die personalen und sozialen Fähigkeiten der Kinder kontinuierlich gestärkt. Inhaltlich gliedert sich "Gemeinsam stark werden" in vier große Themenkreise:

Die vier Themenkreise

Themenkreis I: Achtsamkeit & Vertrauen

Im Mittelpunkt des ersten Themenkreises stehen die Förderung einer achtsamen Wahrnehmung, die Stärkung des Grundvertrauens und die Bildung einer Klassengemeinschaft, in der sich möglichst jedes Kind sicher und aufgehoben fühlt. Die Kinder lernen gut auf sich selbst zu achten, ihren Körper und dessen Signale zu verstehen sowie den sicheren Umgang mit Herausforderungen und Stress. Ihre Selbstsicherheit wird gefördert und die Klassengemeinschaft gestärkt, damit der Klassenraum zu einem sicheren und angstfreien Lernort werden kann.

Förderschwerpunkte: Gemeinschaftsbildung, Selbstwahrnehmung, Körperbewusstsein, Sinnesschulung, Entspannung, Stressregulation, Kommunikationsfähigkeit

Themenkreis II: (Mit)Gefühl & Verbundenheit

Im Mittelpunkt des zweiten Themenkreises stehen die Förderung des Einfühlungsvermögens, die Stärkung des Grundwertes und die Bildung einer Klassengemeinschaft, in der sich möglichst jedes Kind wohl fühlt. Die Kinder lernen den sorgsamen Umgang mit der eigenen Befindlichkeit und mit herausfordernden Gefühlen bei sich und anderen. Die Fähigkeit zur Empathie und zum sozialen Miteinander wird gestärkt, wodurch der Schulalltag störungsfreier und herzlicher wird.

Förderschwerpunkte: Gefühlsausdruck, Gefühlsregulation, Empathie, Beziehungsfähigkeit, Selbstfürsorge, Gemeinschaftsgefühl

Themenkreis III: Identität & Selbstwert

Im Mittelpunkt des dritten Themenkreises stehen die Förderung der Identität (Selbstfindung), die Stärkung des Selbstwertes und Bildung einer Klassengemeinschaft, in der sich möglichst jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zeigen und verwirklichen kann. Die Kinder lernen sich selbst zu behaupten, einen positiven Selbstbezug zu entwickeln und gemeinsam Probleme zu lösen. Im Vordergrund stehen dabei das respektvolle Miteinander und der konstruktive Umgang mit Unterschiedlichkeiten in der Klasse. Die Kinder erfahren dabei die Wirkung einer gerechten und wertschätzenden Gemeinschaft, in der alle ihre Individualität entfalten und leben dürfen.

Förderschwerpunkte: Selbstkenntnis, Entscheidungsfähigkeit, Problemlösen, Wertschätzung, Respekt, Umgang mit Unterschiedlichkeit

Themenkreis IV: Werte & Verantwortung

Im Mittelpunkt des vierten Themenkreises stehen die Verwirklichung von Werten, die Förderung eines erfüllten Lebens und die Bildung einer Klassengemeinschaft, in der möglichst jedes Kind bereit ist, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Die Kinder werden bei der Suche nach ihren persönlichen Werten unterstützt und darin bestärkt, diese in ihrer Lebenswelt zu verwirklichen. Sie lernen für sich selbst und andere Verantwortung zu übernehmen und letztlich in ihrem Handeln Sinn zu erfahren.

Förderschwerpunkte: sinnvolle Lebensgestaltung, Werteverwirklichung, Verantwortung übernehmen, kritisches Denken, kreatives Denken, Selbstwirksamkeit

Die Umsetzung des Programms in der Schulklasse fördert das Grundvertrauen, die Beziehungsfähigkeit, den Selbstwert und die Werteverwirklichung von Kindern im Volksschulalter und unterstützt sie auf ihrem Weg in ein eigenverantwortliches Leben voller Freude, Mut und Tatendrang.

Die Unterrichtsmaterialien werden in der Unterrichtszeit umgesetzt. Wir empfehlen eine Frequenz von ca. 1 bis 2 Einheiten pro Monat, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen - also 10 bis 12 LE pro Schuljahr, insgesamt 46 LE. Die durchgeführten Einheiten werden mittels Dokumentationsbögen (Vordruck in der Mappe) festgehalten und beim Abschlusstermin besprochen. Danach ist eine weitere Dokumentation nicht nötig.

Bitte beachten Sie: Um die Fortbildung erfolgreich abzuschließen, ist eine Teilnahme an allen Schulungsterminen (24 UE) erforderlich. Etwa ein halbes Jahr nachdem Sie das Programm in Ihrer Schule anwenden, erfolgt der Abschluss beim Reflexionstreffen (4 UE). Bei diesem verpflichtenden Termin, der sich Ihren Erfahrungen und Fragen aus der Praxis widmet, erfolgt auch die Zertifikatsübergabe. Bitte bringen Sie zu diesem Termin Ihre Dokumentationsbögen mit.

Für eine Anmeldung besuchen Sie unsere Bildungsplattform. Dort registrieren Sie sich, indem Sie ein Benutzer*innenkonto erstellen und melden sich dann für einen Terminblock Ihrer Wahl an.

Bitte beachten Sie, dass für die Teilnahme eine Inskription und Anmeldung an der PH Wien Voraussetzung sind.

Weitere Details finden Sie auf der Info-Webseite "Gemeinsam stark werden".

Kontakt:

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Projektkoodination für Wien: