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Was ist Sucht?

Sucht ist eine Krankheit.
Ein anderes Wort für Sucht ist Abhängigkeit.
Man sagt auch: Ein Mensch ist suchtkrank.
Oder: Ein Mensch ist abhängig.

Sucht hat viele Ursachen.

Sucht kann in jeder Familie vorkommen.
Sucht kann in jedem Alter vorkommen.

Eine Sucht können arme Menschen 
genauso wie reiche Menschen haben.

Eine Sucht können Menschen mit guter Bildung 
genauso wie Menschen mit schlechter Bildung haben.

Manche suchtkranke Menschen werden wieder gesund.
Bei manchen Menschen kommt die Sucht immer wieder.
Manche Menschen müssen mit ihrer Sucht leben.

Das ist bei jedem suchtkranken Menschen anders.

Aber:
Alle suchtkranken Menschen können etwas machen,
damit sie gesund werden. 
Oder damit sie mit der Krankheit gut umgehen können.

Dabei brauchen suchtkranke Menschen Hilfe.

Suchtkranke Menschen brauchen Menschen, 
die für sie da sind.

Und sie brauchen Menschen, 
die sie verstehen.

Suchtkranke Menschen brauchen auch Gespräche mit Sucht-Expertinnen oder Sucht-Experten.

Beratungs-Stellen finden Sie, wenn Sie hier klicken

Wichtig:

Es ist gut:
Wenn man über eine Suchtkrankheit offen redet.

Schlecht ist:
Wenn eine Suchtkrankheit ein Geheimnis ist.
Das macht alles viel schlimmer.

Es ist gut:
Wenn man suchtkranken Menschen Hilfe anbietet.

Schlecht ist:
Wenn man suchtkranke Menschen ausstößt.
Das macht alles viel schlimmer.

Menschen können von einem Suchtmittel abhängig werden.

Zum Beispiel:

  • Alkohol
  • Zigarette
  • einige Medikamente
  • oder verbotene Suchtmittel, 
    zum Beispiel: Cannabis, Kokain oder Heroin

Menschen können auch von einem Verhalten abhängig werden.

Zum Beispiel:

  • Glücksspiele an einem Spiel-Automaten 
    oder in einem Kasino
  • Computer-Spiele

Diese Sucht nennt man Verhaltenssucht.

Wichtig:
Wenn ein Mensch einmal Alkohol trinkt
oder wenn ein Mensch gerne Computer-Spiele spielt,
dann ist er nicht sofort suchtkrank oder abhängig.

 

Hinweise auf eine Suchtkrankheit sind:

  • Suchtkranke Menschen denken:
    "Ich kann nicht anders.
    Ich muss …"
    • "… Alkohol trinken"
    • "… Zigaretten rauchen"
    • "… Computer spielen"
    • "… am Spiel-Automaten spielen."
      Sie fühlen sich gezwungen
  • Suchtkranke Menschen können das Trinken, das Rauchen oder Spielen
    oft nicht kontrollieren
    Zum Beispiel:
    • Suchtkranke Menschen können 
      mit dem Trinken, dem Rauchen oder dem Spielen 
      nicht aufhören,
      auch wenn es zu viel ist.
    • Suchtkranke Menschen trinken, rauchen oder spielen,
      auch wenn es gerade nicht passt.
    • Suchtkranke Menschen werden nervös, 
      wenn sie nicht rauchen dürfen.
      Sie fühlen sich oft hilflos.
  • Manche suchtkranke Menschen haben Entzugserscheinungen.
    Das heißt zum Beispiel:
    • Ohne Alkohol oder andere Suchtmittel geht es ihnen richtig schlecht.
      Entzugserscheinungen können sehr gefährlich sein.
      Bei Alkohol, einigen Medikamenten und verbotenen Suchtmitteln
      sogar lebensgefährlich.
      Also bei Entzugserscheinungen:
      Zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen.
  • Viele suchtkranke Menschen müssen immer mehr vom Suchtmittel nehmen.
    Viele suchtkranke Menschen müssen immer mehr Alkohol trinken.
    Viele suchtkranke Menschen müssen immer öfter und länger am Spiel-Automaten spielen.
    Oder sie geben beim Spiel-Automaten immer mehr Geld aus.
    Sonst spüren sie keine Wirkung.
     
  • Die Sucht wird immer wichtiger.
    Freunde, Familie und Hobbys sind nicht mehr wichtig.
     
  • Man kann nicht aufhören, 
    obwohl man wegen der Sucht Probleme hat.
    Zum Beispiel:
    • Eine Raucherin hat schon eine kranke Lunge.   
      Sie raucht aber weiter.
    • Ein Chef sagt:   
      Du darfst in der Arbeit nicht mehr betrunken sein. 
      Der Mitarbeiter trinkt aber weiter Alkohol in der Arbeit.