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Wie entsteht Sucht?

Sucht hat viele Ursachen.
Sucht entsteht bei jedem Menschen anders. 
Sucht entsteht nicht plötzlich.
Meistens braucht es eine längere Zeit.

Es hängt von vielen Dingen ab,
ob jemand suchtkrank wird oder nicht:

  • Es hängt vom Menschen selbst ab.
    Man sagt auch: von der Person.
    Dazu gehören zum Beispiel:
    • eigene Erfahrungen
    • eigene Gefühle
    • eigene Gedanken
    • das eigene Wissen
    • der eigene Körper
    • ob man Geld hat oder nicht
  • Es hängt von allem ab, was um einen Menschen herum ist:
    wo man lebt und wie man lebt.
    Man nennt das: Umfeld.
    Dazu gehören zum Beispiel:
    • Familie
    • Freunde
    • die Schule oder der Arbeitsplatz
    • Werbung
    • wo man wohnt
    • Politik
    • Verbote und Gesetze
    • Religion
  • Es hängt vom Suchtmittel oder vom Suchtverhalten ab:
    zum Beispiel Alkohol, Zigaretten, Cannabis, Kokain, Heroin, Computer-Spiele.
    Dazu gehört zum Beispiel:
    • was das Suchtmittel im Körper macht
    • wie ein Suchtmittel aussieht
    • wie ein Suchtmittel schmeckt
    • ob das Suchtmittel erlaubt ist
    • ob das Suchtmittel verboten ist
    • wie man ein Suchtmittel kaufen kann

Man kann das auch als Dreieck zeichnen.
Das nennt man auch Suchtdreieck.

Auf diesem Bild sehen Sie das Suchtdreieck.
Alle 3 Ecken des Suchtdreiecks sind wichtig.
Also die Person, das Umfeld und das Suchtmittel oder das Suchtverhalten.

All das braucht es,
damit eine Sucht entsteht.
Aber auch:
All das braucht es,
damit eine Sucht nicht entsteht.

Manche Dinge können schlecht sein 
und krank machen.
Aber:
Die gleichen Dinge können andere Menschen schützen.
Deswegen ist es oft kompliziert.

Zum Beispiel:
Man macht ein strenges Verbot.
Man darf ein bestimmtes Suchtmittel nicht kaufen.
Man darf das Suchtmittel nicht haben.

Manche Menschen werden es dann nicht kaufen.
Sie werden deshalb auch nicht suchtkrank.
Für diese Menschen ist das Verbot ein Schutz.

Aber:
Andere Menschen werden neugierig.
Sie wollen vielleicht etwas Verbotenes ausprobieren.
Einige denken vielleicht:
Das ist gar nicht so schlimm.

Sie denken, das Verbot ist Blödsinn.
Sie halten sich nicht an das Verbot.

Oder:
Manche Menschen sind von diesem Suchtmittel abhängig.
Für diese Menschen ist das Verbot sehr schlimm.

Sie brauchen das Suchtmittel,
sonst geht es ihnen richtig schlecht.

Sie müssen nun etwas Verbotenes machen.
Sie werden nun für ihre Suchtkrankheit bestraft.

Das macht es für diese suchtkranken Menschen noch schlimmer.
 

Wichtig:
Suchtmittel können sehr schaden.
Daher muss es Regeln geben.

Eine Regel ist zum Beispiel:
Kinder und Jugendliche dürfen keinen Alkohol trinken.
Da sind sich alle Expertinnen und Experten einig: 
Das ist eine gute Regel.
Diese Regel schützt viele Menschen vor Sucht.

 

Viele Menschen kennen das Suchtdreieck nicht.
Sie suchen nach nur EINEM Grund für die Sucht.
Wenn man das Suchtdreieck kennt, weiß man:
Sucht hat immer viele Gründe.

Manche Menschen sagen zu suchtkranken Menschen:
"Du bist selbst schuld."
Aber das stimmt nicht. 

Sie kennen das Suchtdreieck nicht.
Diese Menschen denken nicht an das Umfeld.
Und sie denken nicht an das Suchtmittel.

Manche Menschen sagen zu suchtkranken Menschen:
"Deine Freunde sind schuld."
Aber das stimmt nicht.

Sie kennen das Suchtdreieck nicht.
Diese Menschen denken nicht an die Person.
Und sie denken nicht an das Suchtmittel.

Manche Menschen sagen zu suchtkranken Menschen.
"Das Suchtmittel ist schuld."
Aber das stimmt nicht.

Sie kennen das Suchtdreieck nicht.
Diese Menschen denken nicht an die Person.
Und sie denken nicht an das Umfeld.

 

Wichtig:
Wie eine Suchtkrankheit entsteht,
das ist kompliziert:
Eine Suchtkrankheit hat immer viele Gründe.
Nur einen Grund gibt es nie.

Man kann niemandem die Schuld geben.
Man braucht sich nicht schämen.
Man soll offen über die Krankheit reden.

Es ist ganz wichtig:
Kranke Menschen lässt man nicht im Stich.
Kranken Menschen hilft man.
Das gilt auch für Suchtkrankheiten.