31. Mai – Weltnichtrauchertag 2016

Am 31. Mai findet der jährliche Weltnichtrauchertag statt, welcher bereits 1987 von der WHO ins Le­ben gerufen wurde.

Tabakkonsum ist in den unterschiedlichsten Arten – von Zigaretten über Kau- oder Lutschtabak bis zur Shisha – ein vielschichtiges Phänomen, das hinsichtlich seiner Risiken, Funktionen und vor allem in seiner gesellschaftlichen Akzeptanz nur mit Alkohol verglichen werden kann.

In Österreich rauchen rund 1,76 Millionen Menschen, das heißt jede vierte Person ab 15 Jahren, Männer etwas häufiger als Frauen. 29 % bzw. 21 % der österreichischen Bevölkerung sind Ex-Raucherinnen bzw. Raucher. 39 % der Männer und 52 % der Frauen haben nie geraucht. Etwa ein Fünftel der nicht täglich rauchenden Bevölkerung ist Passivrauchen in Innen­räumen ausgesetzt.

Am häufigsten werden Zigaretten (aus der Packung bzw. selbst­gedreht) geraucht.

In Wien rauchen rund drei von zehn Personen täglich. 12 % greifen nur gelegentlich zu einer Zigarette. Die Nicht­rau­cherInnen­quote liegt bei knapp 60 %. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich der Anteil der RaucherInnen um 3 % vermindert.

Rauchen ist für viele Krankheiten verantwortlich, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Je früher mit dem Rauchen begonnen wird, desto größer ist das Risiko für die Gesundheit.

„Früher oder später ist jeder damit konfrontiert, sich mit dem Thema Rauchen auseinanderzusetzen, spätestens dann, wenn man vor der Entscheidung steht, ob man eine Zigarette probieren will oder nicht. Die Angebote und Maßnahme der Suchtprävention tragen dazu bei, der Suchtentwicklung und Gesundheits­schäden durch Tabak vorzubeugen“ so die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely anlässlich des WeltnichtaucherInnentags.

Die Vorbildfunktion Erwachsener stärken
Viele Jugendliche beginnen zu rauchen, obwohl sie über die gesundheitlichen Risiken, die damit verbunden sind, Bescheid wissen. Vorbilder suggerieren oft spezifische Wirkungserwartungen, wie z.B. Entspannung, Erleichterung sozi­aler Interaktion oder Anerkennung.

„In der Tabakprävention spielt die Vorbildfunktion der unmittelbaren Bezugspersonen, wie den Eltern, Erziehungsberechtigten oder Großeltern, eine ganz besondere Rolle.“, betont Michael Dressel, Koordinator für Sucht- und Dro­genfragen der Stadt Wien.

Für Eltern, Erziehungsberechtigte und Großeltern von Kindern der 5. bis 9. Schulstufe bietet das Insti­tut für Suchtprävention mit dem Verein Dialog „Übers Rauchen Reden – Kurzvorträge“ an, welche im Rahmen der Tabakpräventionsinitiative „Leb dein Leben. Ohne Rauch. YOLO“ des Fonds Gesundes Österreich und des Bundesministeriums für Gesundheit entstanden sind. In diesen Kurzvorträgen und einer ergänzenden Broschüre werden die wichtigsten Informatio­nen zur Tabakprävention und Gespräche mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Rauchen vermittelt.

„Selbst wenn Erwachsene selber rauchen, können sie mit Kindern und Jugendlichen konstruktiv über das Thema sprechen und eine klare Haltung dazu einnehmen“, so Lisa Brunner, Leiterin des Instituts für Suchtprävention der Stadt Wien.

Nichtrauchen als Normalität
Die Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene des Instituts für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien, wie z.B. das Forumtheaterstück „Hast du Feuer“ oder die „pocket-info Tabak“ zielen darauf ab, Jugendliche dabei zu unterstützen, früh Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Dazu gehört auch, jene Jugendlichen, die nicht rauchen, in ihrer Haltung zu bestäti­gen.

Besonders wichtig ist die Förderung von Lebens- und Risikokompetenz junger Menschen, um sie zu einem verantwortungs­vollen Umgang mit Substanzen hinzuführen. Das Instituts für Suchtprävention bietet hierfür das 4-Jäh­rige Unterrichtsprogramm „plus – das österreichische Präventionspro­gramm für die fünfte bis achte Schulstufe“ an, das von eigens ausgebildeten LehrerInnen oder Erzie­herInnen durchgeführt wird.

Sei bereit für die Einheitsverpackung
Der Weltnichtrauchertag 2016 steht unter dem Motto „Get ready for plain packaging“ (Sei bereit für die Einheitsverpackung). Die WHO setzt sich damit für neutrale Verpackungen von Tabakprodukten ein.

Seit 20. Mai 2016 müssen – nach zweijähriger Übergangsfrist – in der gesamten EU und somit auch in Österreich auf jeder Zigarettenpackung gesundheitsbezogene Warnhinweise in Bild und Text ge­druckt sein. Die Warnhinweise werden 65 Prozent der Verpackungsfläche bedecken, der Rest ist frei gestaltbar. Auch aus Sicht der Prävention sind standardisierte Verpackungen – ähnlich Arzneimittelverpackungen – das Ziel. Verpackungen sollten möglichst neutral gehalten und mit einer konkreten Kontaktnummer für Entwöhnung und Beratung versehen sein.

Zu Bild-Text-Warnhinweisen vertritt die Suchtprävention eine differenzierte Sicht. Bild-Text-Warn­hinweise erreichen am ehesten Rauchende mit einer Motivation zum Rauchstopp und bewahren Ex-Rauchende vor einem Rückfall. Die derzeitigen Verpackungen mit abschreckenden Bilder und Botschaften sollten daher nur einen Übergang zu standardi­sierten, neutralen Ver­packungen darstellen.

Informationsmaterialien
Das Institut für Suchtprävention bietet zahlreiche Informationsmaterialien zum Thema Tabak an.

  • Folder „Hast du Feuer? – Forumtheater zur Tabakprävention“
  • Broschüre „pocket-info Tabak“
  • Broschüre „Übers Rauchen reden – was Eltern wissen sollten“
  • Informationsblatt „Tabak“
  • Informationsblatt „Wasserpfeife“

Bestellung und Download unter
https://sdw.wien/de/unser-angebot/dokumente

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