25 Jahre Suchthilfe Wien

Die Suchthilfe Wien blickt auf 25 Jahre erfolgreiche Arbeit für Suchtkranke zurück. Die vielfältigen Angebote unterstützen die Menschen, die neben ihrer Erkrankung auch oft Ausgrenzung erfahren. Ein Schwerpunkt der letzten 25 Jahre ist, für die Betroffenen die Risiken und gesundheitlichen Folgen von Suchtmittelkonsum zu minimieren.

Die Suchthilfe Wien – vormals Verein Wiener Sozialprojekte – feiert im Wiener Rathaus ihr 25-jähriges Bestehen und damit 25 Jahre erfolgreiche niedrigschwellige Arbeit für ihre KlientInnen. Das Jubiläum wird im Rahmen eines Symposiums zum Thema Schadens- und Risikominimierung begangen. „Die Stadt Wien geht seit Jahrzehnten konsequent den Weg der sozialen Integration suchtkranker Menschen. Die niedrigschwelligen und schadensminimierenden Angebote der Suchthilfe Wien sind bei der grundlegenden Versorgung von suchtkranken Menschen von größter Bedeutung,“ betont die Wiener Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely.

„Die Stadt Wien hat früh erkannt, dass bei der Versorgung von suchtkranken Menschen ein ganzheitlicher Ansatz wichtig ist, und nimmt hier österreichweit eine Vorreiterrolle ein. Zusätzlich zu den notwendigen suchtspezifischen Behandlungen wurden von Anfang an soziale Faktoren mitberücksichtigt,“ so der Wiener Sucht- und Drogenkoordinator Michael Dressel.

Der Wiener Sucht- und Drogenbeauftragte und Ärztlicher Leiter des Ambulatoriums der Suchthilfe Wien, Hans Haltmayer ergänzt: „Die ärztliche Behandlung von Suchtkranken, als integrierter Bestandteil der Wiener Sucht- und Drogenstrategie, ist in modernen niedrigschwelligen Einrichtungen wie der Suchthilfe Wien fest verankert.“

Angebote der Suchthilfe Wien gGmbH

Die Suchthilfe Wien gGmbH ist für die Umsetzung von Teilen der Wiener Sucht- und Drogenstrategie zuständig. Die Angebote der Suchthilfe Wien umfassen Präventionsmaßnahmen, die Beratung, Behandlung und Betreuung von suchtgefährdeten und suchtkranken Menschen, die Förderung eines sozial verträglichen Nebeneinanders im öffentlichen Raum bis hin zu Projekten im Bereich der (Re-)Integration von suchtkranken Menschen in den Arbeitsmarkt. Die Angebote der Suchthilfe Wien zielen darauf ab, die negativen Folgen des Drogenkonsums auf sozialer, psychischer und physischer Ebene so weit wie möglich zu verhindern oder zumindest zu reduzieren, das Überleben zu sichern und die Lebensbedürfnisse abzudecken. Außerdem ist der Zugang zu medizinischer Grundversorgung und damit das Vermeiden von drogenassoziierten Folgeerkrankungen ein wichtiges Ziel.

Die Suchthilfe Wien betreibt die niederschwelligen Einrichtungen jedmayer mit dem ambulatorium Suchthilfe Wien, die Beratungsstelle change, streetwork, den sozialökonomischen Betrieb fix und fertig, die Informations- und Beratungsstelle checkit! sowie sam und help U im Bereich der mobilen sozialen Arbeit im öffentlichen Raum.

Der Geschäftsführer der Suchthilfe Wien, Roland Reithofer, anlässlich des Jubiläums: „Die Arbeit der Suchthilfe Wien der letzten 25 Jahre zeigt deutlich wie wichtig es gerade bei tabuisierten Themen ist, Lösungen mit Sachverstand und wissenschaftlicher Fundierung anzubieten – zum Wohl der gesamten Wiener Bevölkerung.“

Sonja Grabenhofer, Prokuristin der Suchthilfe Wien, hebt die Bedeutung von schadensmini-mierenden Angeboten, wie Spritzentausch, Substitutionstherapie oder Drug Checking hervor. Diese „sind zielgerichtete und ideologiefreie Ansätze, die den durch Substanzkonsum bedingten gesundheitlichen Schaden, so gering wie möglich halten.“